Frischer Thymian für die Küche: Anbau-Tipps

Botanischer Bezeichnung: Thymus vulgaris. Weitere Namen: Römischer Quendel, Kuttelkraut
Familie: Lippenblütler 
Standort: Sonne
Kultur: mehrjährige Pflanze 
Besonderheit: Bienenfutterpflanze

Herkunft

Thymian ist in den Felsenheiden und Strauchzonen des westlichen Mittelmeergebietes zuhause. Man findet Thymian bis in Höhen von 1000 m. Hierzulande wird meist der widerstandsfähige „Deutsche Thymian“ kultiviert.

Anzucht

Anfang April wird Thymian in einem Topf oder einer Schale ausgesät. Da die Samen sehr fein sind, werden sie nur angedrückt und nicht mit Erde bedeckt. Die beste Keimtemperatur für Thymian liegt zwischen 18 und 20 Grad Celsius. Nach knapp einer Woche sind die meisten Pflänzchen da. Gegebenenfalls muss dann pikiert werden.

Im Gartenbeet wächst Thymian sogar auf trockenen, steinigen und nährstoffarmen Böden, vorausgesetzt der Standplatz ist sonnig und windgeschützt. Dort erreicht er eine Wuchshöhe von 30 cm.

Pflege

Im ersten Jahr muss Thymian nicht gedüngt werden. Die Pflanzen vertragen sehr viel Trockenheit, wachsen dann aber nur spärlich. Um ein regelmäßiges Gießen kommt man also nicht herum. Bis in den Herbst hinein bildet Thymian kleine dunkellila oder rosa Blüten.

Der „Deutsche Thymian“ kann bei guter Pflege drei bis vier Jahre am selben Gartenstandort verbleiben. Die mitteleuropäischen Winter übersteht er in der Regel problemlos.

Thymian in der Küche

Thymian gehört zu den ältesten Würzpflanzen und wird bereits in mesopotamische Schriften aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. beschrieben.

Geerntet werden immer nur die nichtverholzten Triebe. Thymian passt gut zu Fleisch, Hackbraten und gebratenem Fisch. Auch Tomatensaucen und Kartoffelgerichten verleiht er eine besonders aromatische Note. Thymian darf roh verwendet werden (z.B. in Quark und Rohkost) und kann ebenso mitgekocht werden.

Foto: Taryn Elliott/Pexels

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